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Wow. Du hast einen echt tollen ...

24.02.12 @ 16:05:56
von Das einfallslose Mädchen


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21 Mai 2012 

Grey and odious.

Fuck, was bildet sich der Penner eigentlich ein? Fuck, fuck, fuck!
Wutentbrannt balle ich meine Fäuste.
So laufe ich durch die überfüllte U-Bahn Station.
Gott, ich haße diese Stadt.
Besonders diese kleinen Blagen, die lauthals hier rumschreien. Und das schon am frühen Morgen. Von den ganzen obdachlosen Pennern einmal abgesehen.
Sowas soll sich eine zivilisierte Welt nennen?
Ich nenn es eine verdreckte Welt, in der Niemand etwas auf die Reihe bekommt.


Dein Leben dreht sich nur im Kreis, so voll von weggworfner Zeit.
Und deine Träume schiebst du endlos vor dir her..
dröhnt es auf meinem IPod.
Ich ergatter einen Platz in der U-Bahn.
Mir egal, ob ich einer alten Oma nun den Platz genommen habe.
Ich gib nen´Fick drauf. Man muss sich nehmen, was man kriegt.


Du willst noch leben, irgendwann,
doch wenn nicht heute, wann denn dann?


Ich stelle meinen IPod auf höchster Lautstärke. Einfach nur der Musik lauschen und den Lärm für ein paar gefühlte Minuten vergessen.
Am besten die ganze Welt vergessen.
Diesen ganzen verfickten Scheiß.
Meine asoziale Familie, deren ganze Aufmerksamkeit der Flasche gilt.
Geschwister habe ich nicht. Ist mir Recht.
Was sollte ich schon mit einer Schwester oder einem Bruder anfangen?



Ach und könnt' ich doch nur ein einzges Mal
die Uhren rückwärts drehen!
Denn wie viel von dem,
was ich heute weiß,
hätt' ich lieber nie gesehn.


Was ist schon Liebe?!
Sowas brauch´ich nicht.
Nur Idioten brauchen Liebe, ha.
Ich bin mir treu. Das ist das Einzige, was zählt.


Es gibt keinen Weg zurück.

Die U-Bahn wird allmählich langsamer.
Ich stehe auf drängel mich zur Tür.


Ein Wort zuviel im Zorn gesagt,
Schritt zu weit nach vorn gewagt,
schon ist es vorbei.


Hallo Alltag.
Ich setze einen großen Schritt aus den Zug und bewege mich richtung Ausgang.
Durch die Penner, durch schreiende Kinder, durch alte Menschen, durch schwarze Menschen, durch Asiaten.
Hach, ich könnte ein Lied davon singen.

Als ich die letzte Stufe der Treppe erreiche, blinzelt mich die Sonne an.

Na du, lässt du dich auch mal wieder blicken, denke ich.
Sie zwinkert mir zu, so als hätte sie mich gehört.

Vor mir läuft ein kleines Mädchen, deren Portemonnaie gerade aus ihrer Hosentasche fällt.
Mir egal. Soll sie doch rumheulen, wenn sie ihr Geld verliert.
Ich laufe an ihr vorbei, doch nach einigen Metern halte ich inne und drehe mich um.
<<Hey Kleine, pass mal mehr auf dein Portemonnaie auf>>

Was zum Teufel mache ich da?

Neugierig fühlt sie nach ihrem Portemonnaie und steckt es in ihrer HelloKitty Handtasche.
Sie lächelt mich an. <<Danke>>
Ich nicke ihr zu und setze meinen Weg fort.
Ein komisches Gefühl durchströmt meinen Körper. Es fühlt sich verfickt gut an.



Die Welt ist bunt und schön.
Irgendwann begreifst du, dass es auch ein Wiedersehn gibt.




















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Kategorien: Erste Kategorie
09 Mai 2012 

Close your eyes.



 

Angst durchströmt mich, als du meine Hände nimmst.

Ich spüre deinen heißen Atem an meiner Wange.

Mir ist kalt.

Jetzt presst du deine harten Lippen auf meine.

Ich kann mich nicht bewegen. Du hältst mich mit deinem starken Griff fest. 

Was mache ich hier?

Dein Atem wird schneller.

Dann drückst du mich auf meinen Rücken.

Deine Bartstoppeln kratzen meine Lippen auf.

Jetzt presst du meine Beine auseinander.

Ich will das doch gar nicht. 

Du machst deinen Hosenknopf auf und ziehst deine Hose aus.

Was machst du da?

Schließe einfach deine Augen, sagst du.

Okay. Ich schließe sie. 

Du schiebst mein Kleid hoch und ziehst meine Unterhose aus.

Dann spüre ich den stechenden und brennenden Schmerz.

Ich will schreien, doch ich darf nicht.

Du hast es mir verboten.

Deine unsanften Hände kneten meine Brüste.

Warum machst du das?

Du gehst auf und ab. Wirst immer schneller. 

Du schwitzt und stinkst nach Alkohol. 

Ich halte die Luft an. Der Schmerz ist unerträglich.

Plötzlich hörst du auf und rollst dich von mir ab.

Du kannst deine Augen wieder öffnen, sagst du zu mir.

Am liebsten will ich sie nie wieder öffnen.

Doch ich muss.

Ich vermeide es, dich anzusehen.

Mein Blick richtet sich auf die Blutlache zwischen meinen Schenkeln.

Warum weinst du denn, fragst du.

Ich höre, wie du deine Hose wieder anziehst. 

Mittlerweile kenne ich dieses Geräusch auswendig.

Dann stehst du auf und gehst aus meinem Zimmer.


Ich liege einfach nur da.

Starre an die Decke.

Fühle mich leer und ausgenutzt.

Ich hasse dich.

Ich hasse dich dafür. 


Dann nehme ich mein Tagebuch.

Es darf alle meine Geheimnisse wissen.

Ihm darf ich alles erzählen.


Ich nehme einen Stift und schreibe. 

Liebes Tagebuch,

heute hat er es schon wieder getan.

Meine Wut ist unendlich. Am liebsten würde ich schreien. Ich hasse ihn dafür.

Aber trotzdem liebe ich ihn auf einer Weise, 

sowie man eben seinen Daddy liebt. 

Danach lege ich mein Tagebuch weg und mache das Licht aus.


 

 

Admin · 554 mal angesehen · Einen Kommentar verfassen
Kategorien: Erste Kategorie
03 Mai 2012 

Waiting.








"Natürlich stört mich das nicht, Nic", log ich und versuchte ein Lächeln.
"Okay". Er nahm mein Gesicht in seinen großen Händen und gab mir einen zarten Kuss auf die Stirn. Dann ging er. Sowie er es immer tat.
Mein Blick fesselte sich an seinen Rücken. Mit jedem Schritt, mit dem er sich von mir entfernte, vergrößerte sich meine Angst.
Meine Angst, dass er nie wiederkommen wird.

In diesen Momenten tat sich immer etwas in mir. Es erinnerte mich an einen Dolch, der sich langsam in meinem Herz bohrte. Stück für Stück durchlöchert er mein Herz, so als wär er dazu erschaffen worden.
Dieses Szenario spielte sich immer häufiger ab. Es war schon fast zur Gewohnheit geworden.
Die Tränen waren natürlich nur Nebensache.

Ich schloss die Haustür und sackte zusammen.
Wie ich diese Momente verabscheute.

Jetzt war ich wieder allein. Kann nur auf den Moment warten, an dem er wiederkommt.
Es ist eine Qual. Verdammt. Ich liebe diesen Mann so sehr, wie man jemanden überhaupt lieben kann. Und sogar das ist noch eine Untertreibung.

Ich dachte an den gestrigen Abend.

"Heeey ehhh heeey, Baby, was soll das werden?" Er schaut mich aus seinen strahlenden Augen an und grinst."Na warte, bis ich dich in die Finger bekomme."
Er steht auf und geht auf mich zu. Leider bin ich ihm zuvor gekommen und renne schreiend durchs Haus. Durch unser Haus.
"Ich krieeeeeeege dich, Baby, du kannst nicht vor mir fliehen." Ich drehe mich um und sehe ihn die Treppe runterkommen.
Er ist aber auch ein Traummann. Groß, breite Schultern, dunkelbraune Augen. Es ist aber auch wirklich schwer, ihm wiederstehen zu können.
Plötzlich beschleunigt er seine Schritte und kommt auf mich zu. Ich versuche zu fliehen, doch es gelingt mir nicht so ganz.
Im nächsten Moment hat er mich in seinem Bann.
Ich spüre seine Arme, die er fest um mich schlingt.
Mein Rücken ist an seiner Brust gepresst. Und mein Po auch und ... ich spüre etwas hartes. Etwas großes und hartes.
Ich muss lächeln.
Ich drehe mich um und schlinge meine Arme um seinen kräftigen Hals.
Dann küsse ich ihn. Und wie ich ihn küsse. Ich fahre mit meiner Hand unter seinem Hemd und streichel seine Brust. Dann taste ich mich immer weiter runter... und runter.
Aber bevor er dies zulässt, hebt er mich auf seine Arme und bringt mich ins Schlafzimmer. Behutsam legt er mich auf das Bett und zieht mich aus.
Er erkundet jeden Teil meines Körpers. Wirklich jeden Teil. Er leckt und saugt an meiner Klitoris, bis mir schwarz vor Augen wird und ich zum Orgasmus komme.
"Das letzte Stündlein hat noch nicht geschlagen, mein Lieber", sage ich verführerrisch und setze mich auf ihn. Ich spüre, wie er in mich eindringt. Gott.
Ich bewege mich auf und ab und fühle seine volle Masse in mir. Es ist ja nicht so, als ob es unmöglich wäre, aber wir kommen akut zur gleichen Zeit zum Orgasmus.
Ich liebe den Sex mit ihm.
Er breitet sein Arm aus und ich lege meinen Kopf auf seiner Schulter. Überglücklich. Und dann klingelt das Telefon.



Ich starrte vor mich hin.
Wann wird er zurück kommen?
Wird er überhaupt zurück kommen?
Mehr als hoffen, konnte ich nicht.

Ich richtete mich auf und ging die Treppe hinauf.
Das Einzigste, was ich jetzt machen konnte, war zu unserer Tochter zu gehen.
Sie lag im Bett. "Mum", gab sie leise von sich, "ist Dad jetzt wieder bei den bösen Männern?"
Ich setzte mich auf die Bettkante und nickte meinen Kopf.
"Ja, mein Schatz. Du weißt doch, er muss für unser Land kämpfen. Er wird aber bald wiederkommen, das verspreche ich dir. Und jetzt schlaf schön, Süße."
Ich gab ihr einen Kuss auf die Wange, stand auf und machte leise die Tür zu.
Natürlich würde er bald wiederkommen.
Er kann uns ja nicht einfach so alleine lassen.

Bestimmt wird er wiederkommen. Ja, er wird es. Definitiv.
Ich hing an dem Glauben fest, wie an einem Seil.

Doch als ich die Nachrichten hörte, zeriss das Seil. Einfach so.








Admin · 609 mal angesehen · Einen Kommentar verfassen
Kategorien: Erste Kategorie