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Wow. Du hast einen echt tollen ...

24.02.12 @ 16:05:56
von Das einfallslose Mädchen


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03 Jul 2013 

Untitled


Und jetzt war es wieder passiert. Er war bei ihr. Sie schmiegte sich an seiner starken Schulter und atmete seinen herben Männergeruch ein.
Sie konnte nicht anders. Sie konnte gegen ihre Gefühle nicht ankämpfen.
Auch wenn sie tausend andere Männer haben konnte. Männer, die sie nicht wie der letzte Dreck behanden würden. Männer, die sie auf Händen tragen würden.
Sie wollte nur ihn. Egal was war. Auch wenn er ein Arschloch war und immer bleiben wird.
Auch wenn es weh tut.
Ihn zu verlieren würde den Schmerz unerträglich machen.







http://www.ja-pics.net/images/full/36/e707a6e0cb1.jpg


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10 Jun 2013 

Tödliche Tatsachen




Sie war noch nie das Mädchen für viel Worte.
Doch dies mal war es anders.
Sie schien förmlich zu kochen.
Sie ballte ihre Fäuste und biss sich auf ihre sinnigen Lippen.
Ihr Haar war zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden und wippte bei jeden ihrer Schritte hin und her.
Jetzt war es so weit.
Sie würde gleich dem Jungen gegenüberstehen, wegen dem sie schlaflose Nächte hatte.
Sie hatte Albträume. Schlimme Albträume.
Jeden Morgen ist sie weinend und schreiend aufgewacht.
Doch das sollte jetzt ein Ende haben.

Sie sah ihn schon aus einiger Entfernung. Er war groß und ragte aus der Menge.
Als sie vor ihm stand, schaute sie ihn mit einem hasserfüllten Blick an.
Wie konnte sie bloß so naiv sein.
"Jason, nenn mir nur einen Grund. Mehr will ich gar nicht wissen."
Er sah sie überrascht an:"Was willst du denn wissen? Faith und ich sind nur Freunde. Das musst du mir glauben."
"Ihr seid nur Freunde? Ich meine, Freunde küssen sich ja immer auf den Mund. Sie ficken auch miteinander. Das ist völlig normal. Ganz ehrlich Jason: Für wie doof hälst du mich eigentlich?"
"Das ist nicht so wie du denkst..."
"Jason, das ist verdammt nochmal genau so wie ich denke! Wir beide wissen doch, dass du auch so denkst"
Sie war so wütend, dass sie ihm eine Ohrfeige verpasste.
"Du bist das Letzte! Du bist ein verdammtes Arschloch! Verpiss dich. Ich wünsche dir noch ein schönes Leben!"
Sie wartete nicht einmal auf seine Reaktion, sondern kehrte ihm einfach den Rücken zu.

Jetzt musste sie noch eine letzte Sache erledigen.
Natürlich hatte sie Faiths Wohnort ausfindig gemacht.
Diese Schlampe konnte was erleben!
Zaho stieg in die menschenüberfüllte U-Bahn und fuhr in das Viertel, in dessen nur die Reichen aus South Carolina wohnten.
Zielstrebig folgte sie ihren Instinkten und fand schließlich die Villa, in der Faith wohnte.

Sie strich mit ihrer Hand über ihr Kleid an und klingelte an der Tür.
Sie wusste, dass Faith zu Hause war.
So war es auch. Schon nach einigen Sekunden hörte man Schritte.
Ein blondes, hübsches Mädchen öffnete die Haustür.
Sie schaute Zaho fragend an.
"Hey, ich bin die Freundin von Jason. Ich weiß, dass du mit ihm auch befreundet bist und wollte dich einfach mal spontan kennenlernen. Da ich hier zufällig in der Gegend war, habe ich mir gedacht, ich klingel mal bei dir."
Sie legte ihr wundervollstes Lächeln auf.
"Klar, komm rein. Lass uns in meinem Zimmer gehen", sagte Faith freundlich.
Sie schloss die Tür und ging die Treppe hoch.
Zaho folgte ihr und tastete nach ihrem Messer.
Wenn sie es taktisch machen wollte, musste sie sich auf jeden Fall an ihren Plan halten.
Ihre Hände zitterten ein wenig, doch sie ließ es sich nicht anmerken und zog ihre Latex Handschuhe an.
Sie wusste, dass jetzt der richtige Zeitpunkt kam.

Als sich Faith umdrehte, stach sie zu.
Sie stach in ihren Bauch, in ihr Gesicht, in ihre Organe.
Ihr Blut bespritze Zahos Kleid.
Doch sie stach weiter ein.
Sie zerstümmelte ihr Gesicht.
Sie ließ ihren ganzen Hass an sie aus.

Faith lag blutüberströmt da.
Das letzte Licht erlosch aus ihren Augen.
Zaho schaute ihr Werk von oben an.
Faith war kaum wiederzuerkennen. Ihre Schädeldecke hing über ihr zerfetztes Gesicht. Ihre Organe quirlten aus ihrem zarten Körper.
Zaho war zufrieden.
Sie ging zu Faiths Kleiderschrank und zog sich einen langen Mantel über. Sie wischte das Messer ab und steckte es in ihrer Tasche.
Sie ging zur Haustür und machte sie hinter sich zu.
Niemand würde sie verdächtigen.
Niemand würde so ein unschuldiges Mädchen wie sie verdächtigen.
Zaho ging zu einer abgelegenen Stelle und entsorgte dort ihre Utensilien.
Sie entsorgte auch ihr Kleid und Faiths Mantel.
Sie zog ein frisches Kleid aus ihrer Tasche und zog es sich an.
Sie lächelte und fühlte ein befreiendes Gefühl in sich.
In der Ferne hörte sie Sirenen.
Doch das war ihr egal.
Sie fühlte sich lebendig.
Lebendiger als je zu vor.



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14 Mai 2013 

Tears and more.

Verzweifelt schaue ich in die Ferne.
Meine Augen füllen sich mit Tränen.
Ich beiße auf meine Lippen.
Es ist wie immer.
Ich ziehe meine Beine zur Brust und stütze mein Kinn auf meine Knie.
Tränen rinnen über meine Wange.
Es ist befreiend, aber irgendwie auch schmerzhaft.
Ich weiß nicht, was ich denken soll.
Du hast mich immer wieder im Stich gelassen.
Immer und immer wieder.
Du ignorierst mich und bringst mich zum Weinen.
Warum behandelst du mich so?
Life is pain, richtig?
Du sagst, du hast keine Gefühle.
Was bin ich dann für dich?
Bin ich eine billige Schlampe für dich, mit der du vor deinen Freunden angibst?
Bin ich das?
Was bin ich für dich?
Manchmal hasse ich dich echt.
Und manchmal verfall ich dir ganz.
Es ist nicht einfach.
Nichts ist einfach.
Alles was du gesagt hast, scheint sich in Luft aufgelöst zu haben.
Was ist aus deinen Versprechen geworden?
Ich habe deinen Worten geglaubt.
Nicht einmal tausend Messerstiche demonstrieren den Schmerz, den ich wegen dir empfinde.






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06 Nov 2012 

Für immer? Nichts ist für immer.

Egal was wir waren, egal was wir sind und egal was wir sein werden. Das Leben ist unberechenbar.



Für immer, sagten wir. Für immer werden wir beste Freundinnen sein. Für immer wir, sagtest du.
Du hast mich in deine kleinen Arme genommen und gesagt, dass alles gut ist.
Ich habe dir geglaubt.
Ich habe in deinen Augen die Wahrheit gesehen.
Wir waren so jung. Doch kommt es mir so vor, als wären wir damals älter gewesen.
Definitiv älter als jetzt.

Ich habe gelernt, dir zu verzeihen.
Ich war immer für dich da. Ich bin immer für dich da.
Weißt du das eigentlich?
Wenn es dir schlecht ging, war ich für dich da.
Ich konnte es einfach nicht ertragen, dich so zu sehen.
Es hat mir auch das Herz gebrochen.

Jetzt bricht es mir das Herz.

Ich kann es nicht fassen, wie ich gerade meine beste Freundin verliere.
Tag für Tag.

Unser Puzzle löst sich auf. Das Bild verloschen. Bald.

Ich schaue in den Spiegel und sehe meine zweite Hälfte nicht mehr.

Mit Tränen in den Augen sieht die Welt ganz anders aus.
Aber ohne dich, ist die Welt nicht mehr wiederzuerkennen.

Schwarz wie die Nacht.
Schwarz ist deine Lieblingsfarbe.

Zu sehen, wie es dich zereisst.
Zu sehen, dass ich einer der Gründe bin.
Zu sehen, wie du mich verletzt?

Verletzt hast du mich mit deinen Wörtern und mit deinen Handlungen.
Es hat mir weh getan, aber ich habe dir immer wieder verziehen, weil ich dich nicht verlieren wollte.
Verstehst du das?

Ich weiß nicht was kommt oder kommen wird.
Du hast meine Hand auf unseren gemeinsamen Weg losgelassen.

Ich erkenne dich kaum noch.

In mir zerbricht gerade eine ganze Welt.
Wir waren Freunde für die Ewigkeit.
Die Zukunft war für uns Vergangenheit.

Wie sehr wünsche ich es mir, noch einmal in deinen Augen sehen zu können.
Wie sehr wünsche ich es mir, einen funken Wahrheit in ihnen erkennen zu können.


Für immer? Nichts ist für immer. Du bist der beste Beweis.







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29 Jun 2012 

Timbuktu

Wir schließen die Augen und genießen die ersten Sommertage dieses Jahres. "Haaaach, wie ich die Sonne liebe", sagt meine Freundin und lächelt vor sich hin. Ich blinzle durch meine Augen und schaue meine Freundin an. Sie hat langes blondes Haar, braune große Rehaugen und kleine Sommersprossen, die ihr Gesicht perfekt machen. Sie ist das komplette Gegenteil von mir. Sowie äußerlich als auch innerlich. Wir sind wie Tag und Nacht, aber ein perfektes Team. Wir brauchen uns einfach. Henry ist eher die verrückte von uns und nimmt kein Blatt vor den Mund. Ich bin die, die ein wenig ernster und zurückhaltender ist. Wir kennen uns seit dem Kindergarten und sind unzertrennlich.

Ich schließe wieder die Augen und gebe einen leisen Seufzer von mir. Wie ich diese Sommertage vermisst habe. Endlich wieder braun werden, endlich wieder mein lieblings Bikini anziehen und die Jungs am See beobachten. Henry und ich sind oft am Baggersee.

Plötzlich werde ich angestupst."Eeey, Süße, nicht einschlafen. Wir haben noch viel vor." Sie lacht und steht auf. Erwartungsvoll schaut sie mich an. "Alles gut, Henry?"
"Klar", sagt sie,"lass uns schwimmen gehen! Komm schon!"
Ich strecke eine Hand aus, damit sie mich hochziehen kann.

"Magst du spontane Sachen?", fragt sie mich plötzlich und schwimmt auf mich zu. Ich schaue sie groß an und grinse.
"Was hast du denn vor?"
"Lass uns nach Timbuktu schwimmen." Sie lässt sich auf ihren Rücken fallen und gleitet über das Wasser.
"Timbuktu?"
"Jaa, wir wollen diese Ferien doch etwas erleben. Also lass uns nach Timbuktu schwimmen." Sie lacht mich an.
"Wie willst du das denn anstellen?"
"Ganz einfach. Wir schwimmen jetzt los. Vergessen alle Verpflichtungen in diesem Leben und genießen das Leben in vollen Zügen."
Ihre Augen glitzern vor Freude.
So kenne ich sie. So liebe ich sie. Sie steckt jeden mit ihrem Lächeln an und ist wie die Sonne an einem grauen Regentag.
"Okay. Schwimmen wir nach Timbuktu. Schwimmen wir bis ans Ende der Welt." Ich stell mich neben ihr und schaue sie an.
Wir verstehen uns auch ohne Worte.
Ein kleines Nicken von ihr gibt mir zu verstehen, dass sie bereit ist.
Wir lassen uns gleichzeitig nach vorne fallen und schwimmen bis ans Ende der Welt.
Vergessen alle Verpflichtungen.
Jetzt gibt es nur noch uns. Zwei beste Freundinnen, die gemeinsam nach Timbuktu schwimmen.
Das ist im Moment alles, was zählt.







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11 Jun 2012 

Still und leise.

Still und leise
auf einer bestimmten Weise.
Traurig am Meer,
du sehntest dich so sehr.



Deine Haare wehend im Wind;
der Anblick eines Wesens.
Die Tränen getrocknet,
der Sand verstaubt.
Der perfekte Sonnenuntergang;
schwarz.



Wehende Haare im Wind,
als ich von deiner Seite wich.
Das Wesen versteinert,
entgültig verloschen.
Auf dem Weg zum Sein,
von Gefühlen ermüdet.







Silhouette der einzelnen traurig Frau stehend im Meer bei Sonnenuntergang. Künstlerische Farben und Dunkelheit hinzugefügt Stockfoto - 7160311
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21 Mai 2012 

Grey and odious.

Fuck, was bildet sich der Penner eigentlich ein? Fuck, fuck, fuck!
Wutentbrannt balle ich meine Fäuste.
So laufe ich durch die überfüllte U-Bahn Station.
Gott, ich haße diese Stadt.
Besonders diese kleinen Blagen, die lauthals hier rumschreien. Und das schon am frühen Morgen. Von den ganzen obdachlosen Pennern einmal abgesehen.
Sowas soll sich eine zivilisierte Welt nennen?
Ich nenn es eine verdreckte Welt, in der Niemand etwas auf die Reihe bekommt.


Dein Leben dreht sich nur im Kreis, so voll von weggworfner Zeit.
Und deine Träume schiebst du endlos vor dir her..
dröhnt es auf meinem IPod.
Ich ergatter einen Platz in der U-Bahn.
Mir egal, ob ich einer alten Oma nun den Platz genommen habe.
Ich gib nen´Fick drauf. Man muss sich nehmen, was man kriegt.


Du willst noch leben, irgendwann,
doch wenn nicht heute, wann denn dann?


Ich stelle meinen IPod auf höchster Lautstärke. Einfach nur der Musik lauschen und den Lärm für ein paar gefühlte Minuten vergessen.
Am besten die ganze Welt vergessen.
Diesen ganzen verfickten Scheiß.
Meine asoziale Familie, deren ganze Aufmerksamkeit der Flasche gilt.
Geschwister habe ich nicht. Ist mir Recht.
Was sollte ich schon mit einer Schwester oder einem Bruder anfangen?



Ach und könnt' ich doch nur ein einzges Mal
die Uhren rückwärts drehen!
Denn wie viel von dem,
was ich heute weiß,
hätt' ich lieber nie gesehn.


Was ist schon Liebe?!
Sowas brauch´ich nicht.
Nur Idioten brauchen Liebe, ha.
Ich bin mir treu. Das ist das Einzige, was zählt.


Es gibt keinen Weg zurück.

Die U-Bahn wird allmählich langsamer.
Ich stehe auf drängel mich zur Tür.


Ein Wort zuviel im Zorn gesagt,
Schritt zu weit nach vorn gewagt,
schon ist es vorbei.


Hallo Alltag.
Ich setze einen großen Schritt aus den Zug und bewege mich richtung Ausgang.
Durch die Penner, durch schreiende Kinder, durch alte Menschen, durch schwarze Menschen, durch Asiaten.
Hach, ich könnte ein Lied davon singen.

Als ich die letzte Stufe der Treppe erreiche, blinzelt mich die Sonne an.

Na du, lässt du dich auch mal wieder blicken, denke ich.
Sie zwinkert mir zu, so als hätte sie mich gehört.

Vor mir läuft ein kleines Mädchen, deren Portemonnaie gerade aus ihrer Hosentasche fällt.
Mir egal. Soll sie doch rumheulen, wenn sie ihr Geld verliert.
Ich laufe an ihr vorbei, doch nach einigen Metern halte ich inne und drehe mich um.
<<Hey Kleine, pass mal mehr auf dein Portemonnaie auf>>

Was zum Teufel mache ich da?

Neugierig fühlt sie nach ihrem Portemonnaie und steckt es in ihrer HelloKitty Handtasche.
Sie lächelt mich an. <<Danke>>
Ich nicke ihr zu und setze meinen Weg fort.
Ein komisches Gefühl durchströmt meinen Körper. Es fühlt sich verfickt gut an.



Die Welt ist bunt und schön.
Irgendwann begreifst du, dass es auch ein Wiedersehn gibt.




















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09 Mai 2012 

Close your eyes.



 

Angst durchströmt mich, als du meine Hände nimmst.

Ich spüre deinen heißen Atem an meiner Wange.

Mir ist kalt.

Jetzt presst du deine harten Lippen auf meine.

Ich kann mich nicht bewegen. Du hältst mich mit deinem starken Griff fest. 

Was mache ich hier?

Dein Atem wird schneller.

Dann drückst du mich auf meinen Rücken.

Deine Bartstoppeln kratzen meine Lippen auf.

Jetzt presst du meine Beine auseinander.

Ich will das doch gar nicht. 

Du machst deinen Hosenknopf auf und ziehst deine Hose aus.

Was machst du da?

Schließe einfach deine Augen, sagst du.

Okay. Ich schließe sie. 

Du schiebst mein Kleid hoch und ziehst meine Unterhose aus.

Dann spüre ich den stechenden und brennenden Schmerz.

Ich will schreien, doch ich darf nicht.

Du hast es mir verboten.

Deine unsanften Hände kneten meine Brüste.

Warum machst du das?

Du gehst auf und ab. Wirst immer schneller. 

Du schwitzt und stinkst nach Alkohol. 

Ich halte die Luft an. Der Schmerz ist unerträglich.

Plötzlich hörst du auf und rollst dich von mir ab.

Du kannst deine Augen wieder öffnen, sagst du zu mir.

Am liebsten will ich sie nie wieder öffnen.

Doch ich muss.

Ich vermeide es, dich anzusehen.

Mein Blick richtet sich auf die Blutlache zwischen meinen Schenkeln.

Warum weinst du denn, fragst du.

Ich höre, wie du deine Hose wieder anziehst. 

Mittlerweile kenne ich dieses Geräusch auswendig.

Dann stehst du auf und gehst aus meinem Zimmer.


Ich liege einfach nur da.

Starre an die Decke.

Fühle mich leer und ausgenutzt.

Ich hasse dich.

Ich hasse dich dafür. 


Dann nehme ich mein Tagebuch.

Es darf alle meine Geheimnisse wissen.

Ihm darf ich alles erzählen.


Ich nehme einen Stift und schreibe. 

Liebes Tagebuch,

heute hat er es schon wieder getan.

Meine Wut ist unendlich. Am liebsten würde ich schreien. Ich hasse ihn dafür.

Aber trotzdem liebe ich ihn auf einer Weise, 

sowie man eben seinen Daddy liebt. 

Danach lege ich mein Tagebuch weg und mache das Licht aus.


 

 

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03 Mai 2012 

Waiting.








"Natürlich stört mich das nicht, Nic", log ich und versuchte ein Lächeln.
"Okay". Er nahm mein Gesicht in seinen großen Händen und gab mir einen zarten Kuss auf die Stirn. Dann ging er. Sowie er es immer tat.
Mein Blick fesselte sich an seinen Rücken. Mit jedem Schritt, mit dem er sich von mir entfernte, vergrößerte sich meine Angst.
Meine Angst, dass er nie wiederkommen wird.

In diesen Momenten tat sich immer etwas in mir. Es erinnerte mich an einen Dolch, der sich langsam in meinem Herz bohrte. Stück für Stück durchlöchert er mein Herz, so als wär er dazu erschaffen worden.
Dieses Szenario spielte sich immer häufiger ab. Es war schon fast zur Gewohnheit geworden.
Die Tränen waren natürlich nur Nebensache.

Ich schloss die Haustür und sackte zusammen.
Wie ich diese Momente verabscheute.

Jetzt war ich wieder allein. Kann nur auf den Moment warten, an dem er wiederkommt.
Es ist eine Qual. Verdammt. Ich liebe diesen Mann so sehr, wie man jemanden überhaupt lieben kann. Und sogar das ist noch eine Untertreibung.

Ich dachte an den gestrigen Abend.

"Heeey ehhh heeey, Baby, was soll das werden?" Er schaut mich aus seinen strahlenden Augen an und grinst."Na warte, bis ich dich in die Finger bekomme."
Er steht auf und geht auf mich zu. Leider bin ich ihm zuvor gekommen und renne schreiend durchs Haus. Durch unser Haus.
"Ich krieeeeeeege dich, Baby, du kannst nicht vor mir fliehen." Ich drehe mich um und sehe ihn die Treppe runterkommen.
Er ist aber auch ein Traummann. Groß, breite Schultern, dunkelbraune Augen. Es ist aber auch wirklich schwer, ihm wiederstehen zu können.
Plötzlich beschleunigt er seine Schritte und kommt auf mich zu. Ich versuche zu fliehen, doch es gelingt mir nicht so ganz.
Im nächsten Moment hat er mich in seinem Bann.
Ich spüre seine Arme, die er fest um mich schlingt.
Mein Rücken ist an seiner Brust gepresst. Und mein Po auch und ... ich spüre etwas hartes. Etwas großes und hartes.
Ich muss lächeln.
Ich drehe mich um und schlinge meine Arme um seinen kräftigen Hals.
Dann küsse ich ihn. Und wie ich ihn küsse. Ich fahre mit meiner Hand unter seinem Hemd und streichel seine Brust. Dann taste ich mich immer weiter runter... und runter.
Aber bevor er dies zulässt, hebt er mich auf seine Arme und bringt mich ins Schlafzimmer. Behutsam legt er mich auf das Bett und zieht mich aus.
Er erkundet jeden Teil meines Körpers. Wirklich jeden Teil. Er leckt und saugt an meiner Klitoris, bis mir schwarz vor Augen wird und ich zum Orgasmus komme.
"Das letzte Stündlein hat noch nicht geschlagen, mein Lieber", sage ich verführerrisch und setze mich auf ihn. Ich spüre, wie er in mich eindringt. Gott.
Ich bewege mich auf und ab und fühle seine volle Masse in mir. Es ist ja nicht so, als ob es unmöglich wäre, aber wir kommen akut zur gleichen Zeit zum Orgasmus.
Ich liebe den Sex mit ihm.
Er breitet sein Arm aus und ich lege meinen Kopf auf seiner Schulter. Überglücklich. Und dann klingelt das Telefon.



Ich starrte vor mich hin.
Wann wird er zurück kommen?
Wird er überhaupt zurück kommen?
Mehr als hoffen, konnte ich nicht.

Ich richtete mich auf und ging die Treppe hinauf.
Das Einzigste, was ich jetzt machen konnte, war zu unserer Tochter zu gehen.
Sie lag im Bett. "Mum", gab sie leise von sich, "ist Dad jetzt wieder bei den bösen Männern?"
Ich setzte mich auf die Bettkante und nickte meinen Kopf.
"Ja, mein Schatz. Du weißt doch, er muss für unser Land kämpfen. Er wird aber bald wiederkommen, das verspreche ich dir. Und jetzt schlaf schön, Süße."
Ich gab ihr einen Kuss auf die Wange, stand auf und machte leise die Tür zu.
Natürlich würde er bald wiederkommen.
Er kann uns ja nicht einfach so alleine lassen.

Bestimmt wird er wiederkommen. Ja, er wird es. Definitiv.
Ich hing an dem Glauben fest, wie an einem Seil.

Doch als ich die Nachrichten hörte, zeriss das Seil. Einfach so.








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22 Apr 2012 

Wrong life.

Er atmet tief ein, während er in den azur blauen Himmel starrt. Seine langen Beine überragen die Länge der Bank und baumeln vor sich hin. Seine großen und starken Hände, liegen auf seinen Bauch. In seiner Rechten befindet sich eine Zigarette. Seine blonden Haare fallen ihm ins Gesicht und umranden wunderschöne grüne Augen.
Er ist ein sehr attraktiver Mann. Von den Frauen wird er geliebt. Wie oft hat er schon mit einer geschlafen? Nach dem 20. Mal hat er aufgehört zu zählen.
Natürlich weiß er, dass sie nur auf sein Äußeres scharf sind. Hach, geliebte oberflächliche Welt.


Er nimmt einen kräftigen Zug von seiner Zigarette und bläst ihn richtung Himmel.
Diese Bank ist sein Lieblingsort. Er verbringt dort oft seine Zeit, um einfach abzuschalten und über sein Leben nachzudenken. Dort ist er allein.
Er denkt ziemlich viel nach. Über das Leben und über sein Dasein und seiner Bestimmung. Seine Mutter hat schon früher immer gesagt, dass in ihm ein kleiner Philosoph steckt. Sie hatte Recht. Er studiert heute Philosophie und Germanistik.

Als er 15 geworden ist, ist seine Mutter bei einem Autounfall um´s Leben gekommen. Die Ärzte meinten, sie war sofort tod. Ziemlich tragisch.
Er hatte sie wirklich geliebt und wird sie bis in die Ewigkeit weiterlieben. Sie wusste von seinem kleinem Geheimnis. Er hatte ihr alles erzählt. Und wenn ich wirklich alles meine, dann meine ich auch alles.

Er nennt es auch gerne "sein schmutziges Geheimnis." Keiner - bis auf seiner verstorbenen Mutter - weiß es.
Er wird auch gerne als "der Aufreisser" von seinen Kumpels genannt. Wenn sie wüssten.


Er nimmt einen weiteren Zug von seiner Zigarette und schaut auf die Uhr. Es ist ihm anzusehen, dass er auf Jemanden wartet.

Er streicht sich mit seinen Fingern durch die Haare und richtet sich auf. Er rückt sein Shirt gerade und stampft seine Zigarette aus.
Plötzlich wandert sein Blick zu einer näherkommenden Person. Auf seinen Lippen bildet sich ein Lächeln ab und seine Augen fangen an zu strahlen.
Die Person steht jetzt vor ihm. Wunderschöne, strahlende grüne Augen blicken nun in Eisblaue Augen.

Für einen Augenblick verharren sie in dieser Position, doch schon im nächsten Augenblick liegen sie sich in die Arme und küssen sich leidenschaftlich.

Er hat ihn vermisst. Und wie er ihn vermisst hat. Er fühlt das warme Glück in sich aufsteigen. Es fühlt sich verdammt richtig an.
An diesem Ort sieht ihn Keiner. Hier ist das Glück vollkommen. Hier darf er frei sein und seiner richtigen Liebe, freien Lauf lassen.

So wird Niemand hinter seinem Geheimnis kommen.
Hinter meinem schmutzigen Geheimnis. So wie er es immer nennt.

___________________













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18 Apr 2012 

A new, better life.






Musik dröhnt aus ihren Kopfhörern.
Schritt für Schritt geht sie ihren Weg. Es wird das letzte Mal sein.
Das letzte Mal, an dem sie diese negativen Gefühle fühlen wird. Es
ist nicht mehr weit. Automatisch beschleunigen sich ihre Schritte.
Sie hat es fast geschafft. Ihre Schritte passen sich dem sachten
Rhythmus der Musik an. Es ist ihr Lieblingslied. Plötzlich zeichnet
sich auf ihren Lippen ein kleines Lächeln ab. Sonst war ihr Lächeln immer gespielt. Sie kam sich wie eine schlechte Schauspielerin vor. Alle dachten, sie würde glücklich sein - leider konnte Niemand in ihr Inneres schauen. Aber diesmal fühlt es sich echt an. Viel zu viel Leid hat sie ertragen. Doch das wird nun vorbei sein - in wenigen Minuten. 



Sie dreht sich ein letztes Mal um und
schaut auf die Stadt. Sie erinnert jetzt nur noch an einem kleinen
Meer von Lichtern. Sie wartet darauf, dass sie einen kleinen Stich in
ihrem Herzen fühlt – schließlich hat sie ihre ganze Kindheit dort
verbracht. Aber nichts passiert. Das Gefühl von Freiheit und ein
Leben ohne Schmerz, ist zu verlockend. Eine kleine Windböe weht
durch ihrem dunkelbraunen Haaren. Sie setzt sich ihre Kapuze auf und
schaut zum Mond. Die Nacht ist wunderschön. Ihre hellen Augen
glänzen. Pure Vorfreude fließt durch ihre Adern. 



Noch ein paar Schritte und sie ist hinter dem Hügel- und
gleichzeitig betritt sie ein neues Leben. Ein Leben voller
Glücksgefühle. Ein Leben, welches sie sich seit ewigen Jahren
gewünscht hat.
Sie richtet ihren Rucksack und kehrt
ihrer Vergangenheit den Rücken zu.


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Kategorien: Erste Kategorie
20 Feb 2012 

Happy Ends gibt es nicht nur in Filmen.

http://www.youtube.com/watch?v=k0xC6Gm_cwc

Ich muss dir was sagen.
Höre ich aus deinem Mund.
Mir wird es nicht leicht fallen. Sagst du.
Ich habe über uns nachgedacht. Kommt es von dir.
Doch dann wird mir schwarz vor Augen.
Ich weiß, was jetzt kommen wird.
Jeder Mensch weiß doch, was jetzt passieren wird.
Jeder kennt es aus Filmen.
Doch das hier, ist kein verdammter Film.
Bevor er meine Tränen sieht, drehe ich ihm meinen Rücken zu und renne.
Ich renne einfach nur weg.
Ich will nur noch weg von hier.
Raus aus diesen falschen Film.
Aus den hintersten Ecken meiner Ohren, höre ich Jemanden meinen Namen rufen.
Egal.
Ich renne weiter. In "unseren" Park. Solange, wie mich meine Beine tragen können.
Dann breche ich zusammen.
So sitze ich da. Meine Beine zur Brust gezogen, die Schminke verlaufen.
Ein paar Jogger schauen mich an. Glotzt nicht so dumm! Noch nie ein weinendes Mädchen gesehen, wessen Herz soeben zerbrochen wurde?
Ich ziehe mein Handy aus meiner Hosentasche. 10 Anrufe in Abwesenheit. Alle von ihm.
Überall, Gedanken in meinem Kopf. Gedanken von ihm.
Ich muss hier weg.
Ich kann nicht mehr.

So renne ich wieder. Mit einem trüben Schleier vor meinen Augen.
Ich renne, ohne auf irgendwas zu achten.

Auf einmal höre ich einen Schrei und einen lauten Knall.
Als mir bewusst wird, dass ich es war, die den Schrei verursacht hat, wird auch schon alles schwarz um mich herum.

xx
5 Jahre später.

Langsam öffne ich meine Augen. Es dauert ein wenig, bis ich mich an das Tageslicht gewöhnt habe.
Ich liege in einem weißen Zimmer. Durch meine Arme verlaufen Schläuche.
Was ist mit mir passiert?
Auf einmal höre ich eine Stimme.
Du bist wach, du bist wach! Cylin! 
Ich drehe meinen Kopf zu der Stimme.
5 Jahre, habe ich jeden Tag auf dich gewartet. Ich habe auf diesen verdammten Tag gewartet, bis du endlich aus dem Koma aufwachst.
Was sagt die Stimme da? Koma? Ich lag fünf Jahre im Koma? Nein. Das kann doch gar nicht sein?
Verzweifelt schaue ich den attraktiven Mann an.
Oh, Cylin! Ich bin ja so froh. Dann senkt sich seine Stimme. Weißt du noch, wer ich bin?
Ich sehe ihn durchdringlich an.
Dann schüttle ich meinen Kopf.
Cylin! Ich bin dein Freund. Vor 5 Jahren bist du aus einem unbestimmten Grund von mir abgehauen. Dabei wollte ich mich mit dir verloben.
Dann hattest du einen schweren Unfall. Du fielst im Koma. Ich habe dich aber nicht aufgegeben, weil meine Liebe zu dir alles Mögliche auf dieser Welt übertrifft.
Du bist Alles, was ich will.
Er sieht mich mit einem vertrauten Blick an. Seine Hände zittern leicht, als er meine nimmt.

Wie aus Geisterhand, durchströmen Bilder meinen Kopf.
Bilder, auf denen ich renne.
Bilder, auf denen ich einen schönen jungen Mann sehe.
Bilder, auf denen ich auf eine Straße renne.

Plötzlich holt mich die ganze Vergangenheit ein.
Es war alles gar nicht so, wie es schien. Mein Freund wollte gar nicht mit mir Schluss machen. Er wollte sich mit mir verloben.
Und jetzt ist er hier. Direkt neben meinem Bett. Seine Hand in meiner.
Kurzerhand verstärke ich meinen Griff.
Auf meinem Gesicht zeichnet sich ein Lächeln. Auf seinem ebenfalls.
Gkückstränen sammeln sich in meinen Augen.

Ich liebe dich.
Sage ich schwach und lasse das Glück freien Lauf.











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19 Feb 2012 

New Feelings.



Wutentbrannt schaut er sie durch seine dunklen Augen an. Seine Arme hat er vor seiner Brust verschränkt.
"Henry, ich mag dich! Wieso glaubst du mir nicht? Ich mochte dich schon immer...", sagt sie und schaut verzweifelt nach oben in seinem Gesicht.
Ihre Worte mischen sich sachte mit den leisen Klängen der Musik.
"Was immer Andere von dir denken, ich werde immer zu dir halten!"
Sie legt sanft ihre Hand auf Henrys Arm. Ihr Kleid weht leicht im Wind.
Einen Moment bleiben sie so stehen. So, als wär alles Gut.
Doch dann zieht er seinen Arm weg.
"Wieso sollte ich dir glauben? Alle auf dieser verfickten Schule können mich nicht leiden. Du bist beliebt. Wieso kann so eine wie dich, mich mögen?
Sag mal, willst du mich verarschen?!", schreit er und schlägt mit der Faust auf einen nahestehenden Mülleimer ein.
Erschreckt, weicht sie einen Schritt zurück. Aber sie fasst sich wieder.
"Hör mir zu Henry", sagt sie sanft. "Mir ist es vollkommen egal, was andere darüber denken. Ich sehe in dir einen wundervollen Jungen. Immer wenn ich dich sehe, schlägt mein Herz einen Tacken schneller. Immer wenn ich dich sehe, muss ich lächeln. Immer wenn ich dich sehe, denke ich, dass ich auf Wolken schwebe. Immer wenn ich dich sehe, wünsche ich mir, ich könnte dir nahe sein. Immer wenn ich dich sehe... ." Sie bricht ab und schaut ihn
wehmütig an.
Die ganze Wut entweicht aus seinen Augen.
"Du weinst ja".
Die Musik des Abschlussballs spielt leise in ihren Ohren.
Für einen Moment lauschen sie ihr.
Plötzlich geht er auf sie zu.
Dann macht er das, was er schon ewig nicht mehr gemacht hatte. Er nimmt sie in den Arm.
Leise hört man sie schluchzen.

Sie bleiben lange so stehen. Es kommt einem vor, wie eine halbe Ewigkeit.
Auf einmal löst er sich von ihr.
Er schaut sie an.
Nicht mehr wutentbrannt, wie am Anfang. Nein, er schaut sie jetzt mit einem liebevollem Blick an.
Sie müssen sich nichts mehr sagen. Alles wurde bereits gesagt.

Er streckt seine Hand nach ihr aus und nimmt ihre behutsam in seine.
Ein kleines Lächeln umspielt seine Lippen. Wann hatte er das letzte Mal gelächelt? Schon lange nicht mehr.

So laufen sie Hand in Hand.
Es ist ihnen gleichgültig, was die Anderen jetzt sagen werden.

Sie gehen ins Gebäude. Die Blicke der Anderen, nehmen sie nicht wahr.
Zärtlich zieht er sie in seinen Armen. Sie schmiegt ihren Kopf an seine Schulter.
Rhythmisch bewegen sie sich zum Takt. So, als wären sie die einzigsten Menschen in diesem Raum.
So sollte es sein.
So und nicht anders.
Am Besten für immer.










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10 Feb 2012 

Einsame Weihnachten.

Langsam lief sie die Straße entlang. Die Straßenlaternen beleuchteten die verlassene Straße kaum. Es war kalt. Sie fühlte ihr Herz pulsieren. Sie müssen aufhören! Sie zerstören ihren Körper! Tat sie das? Eine leichte Brise wehte ihr durch das ungemachte Haar. Sie fühlte sich leer. Denken sie, dass sie dadurch alles besser machen? Ja, genau das dachte sie. Was kann man schon besser machen, wenn alles bereits am Ende ist? Ihre Schritte schallten durch die Häuser.

Sie sah nach rechts und blickte in ein beleuchtetes Fenster. Dort sah sie eine fröhliche Familie. Sie blieb stehen. Die Familie saß um einen schönen geschmückten Weihnachtsbaum. Es schien so, als machten sie einen Wettbewerb darum, wer am meißten Strahlen konnte.

Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Langsam ronnen sie ihre Wangen hinab. Sie wollte die Vergangenheit vergessen, doch sie schaffte es einfach nicht.
Was bist du eigentlich für eine Frau? Du bekommst doch dein ganzes Leben nicht auf die Reihe! Sie fühlte sich so alleine, wie sie sich noch nie gefühlt hatte.

Was ist mit ihr passiert? Mit Tränen überfüllt, starrte sie weiter durch das Fenster. Sie fühlte sich ausgelaugt. Ihr Körper zitterte vor Kälte - und vor Verlangen.
Sie müssen durchhalten, wenn sie ihr Leben wieder auf die Reihe bekommen wollen. Konnte sie durchhalten? Wer würde sie schon vermissen?

Verdammt, war ihr kalt. Wieso konnte sie nicht mit ihrem Geld umgehen? Wir können Ihnen helfen! Nein, Niemand konnte ihr helfen. Sie sehnte sich nach Liebe und Geborgenheit.

Plötzlich hörte sie Schritte hinter sich. Ein hübsches, junges Mädchen kam auf sie zu. Ihre Nase, ihre Haare, ihre langen schönen Beine, die in einem hübschen Rock verpackt waren, kamen ihr sehr bekannt vor.
Sie schluckte und schaute das Mädchen an, so als hätte sie es schon hunderte Male getan. Doch dieses lief mit einem herablassenden Blick an ihr vorbei. Sie zeigte keine Emotionen. Das Mädchen steuerte auf das Haus zu, vor dem sie seit 15 Minuten - bei dieser bitteren Kälte - stand.

Das Mädchen schloss die Haustür auf. Kurz bevor sie die Tür schließen wollte, hielt sie inne und drehte sich um. "Frohe Weihnachten, Mum." So plötzlich wie sie kam, verschwand sie auch wieder.

Ein kurzer Hoffnungsschimmer, blühte in ihr auf. Vielleicht würde ja doch Alles besser werden. Sie griff in ihre zerfetzte Umhängetasche und griff nach den Schnaps. Ihre Hände zitterten, doch dass sie gleich ihr Verlangen stillen konnte, machte sie glücklich. Sie setzte die halbleere Schnapsflasche an ihrem Mund. Es fühlte sich verdammt gut an. Die Flüssigkeit machte ihren Körper auf Anhieb um einige Grade wärmer. Sie müssen durchalten! Wir können ihnen helfen!

Sie schaute ein letztes Mal durch das Fenster. Ihre Familie schien glücklich. Ich muss kämpfen! Ich muss stark sein! Ihre Augen nahmen einen undefinierbaren Glanz an. "Frohe Weihnachten", flüsterte sie und steckte ihre leere Flasche in ihre Tasche, während sie langsam ihren Rücken zum Haus kehrte und ihren Weg fortsetzte.







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