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von Das einfallslose Mädchen


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10 Feb 2012 - 20:38:41

Einsame Weihnachten.

Langsam lief sie die Straße entlang. Die Straßenlaternen beleuchteten die verlassene Straße kaum. Es war kalt. Sie fühlte ihr Herz pulsieren. Sie müssen aufhören! Sie zerstören ihren Körper! Tat sie das? Eine leichte Brise wehte ihr durch das ungemachte Haar. Sie fühlte sich leer. Denken sie, dass sie dadurch alles besser machen? Ja, genau das dachte sie. Was kann man schon besser machen, wenn alles bereits am Ende ist? Ihre Schritte schallten durch die Häuser.

Sie sah nach rechts und blickte in ein beleuchtetes Fenster. Dort sah sie eine fröhliche Familie. Sie blieb stehen. Die Familie saß um einen schönen geschmückten Weihnachtsbaum. Es schien so, als machten sie einen Wettbewerb darum, wer am meißten Strahlen konnte.

Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Langsam ronnen sie ihre Wangen hinab. Sie wollte die Vergangenheit vergessen, doch sie schaffte es einfach nicht.
Was bist du eigentlich für eine Frau? Du bekommst doch dein ganzes Leben nicht auf die Reihe! Sie fühlte sich so alleine, wie sie sich noch nie gefühlt hatte.

Was ist mit ihr passiert? Mit Tränen überfüllt, starrte sie weiter durch das Fenster. Sie fühlte sich ausgelaugt. Ihr Körper zitterte vor Kälte - und vor Verlangen.
Sie müssen durchhalten, wenn sie ihr Leben wieder auf die Reihe bekommen wollen. Konnte sie durchhalten? Wer würde sie schon vermissen?

Verdammt, war ihr kalt. Wieso konnte sie nicht mit ihrem Geld umgehen? Wir können Ihnen helfen! Nein, Niemand konnte ihr helfen. Sie sehnte sich nach Liebe und Geborgenheit.

Plötzlich hörte sie Schritte hinter sich. Ein hübsches, junges Mädchen kam auf sie zu. Ihre Nase, ihre Haare, ihre langen schönen Beine, die in einem hübschen Rock verpackt waren, kamen ihr sehr bekannt vor.
Sie schluckte und schaute das Mädchen an, so als hätte sie es schon hunderte Male getan. Doch dieses lief mit einem herablassenden Blick an ihr vorbei. Sie zeigte keine Emotionen. Das Mädchen steuerte auf das Haus zu, vor dem sie seit 15 Minuten - bei dieser bitteren Kälte - stand.

Das Mädchen schloss die Haustür auf. Kurz bevor sie die Tür schließen wollte, hielt sie inne und drehte sich um. "Frohe Weihnachten, Mum." So plötzlich wie sie kam, verschwand sie auch wieder.

Ein kurzer Hoffnungsschimmer, blühte in ihr auf. Vielleicht würde ja doch Alles besser werden. Sie griff in ihre zerfetzte Umhängetasche und griff nach den Schnaps. Ihre Hände zitterten, doch dass sie gleich ihr Verlangen stillen konnte, machte sie glücklich. Sie setzte die halbleere Schnapsflasche an ihrem Mund. Es fühlte sich verdammt gut an. Die Flüssigkeit machte ihren Körper auf Anhieb um einige Grade wärmer. Sie müssen durchalten! Wir können ihnen helfen!

Sie schaute ein letztes Mal durch das Fenster. Ihre Familie schien glücklich. Ich muss kämpfen! Ich muss stark sein! Ihre Augen nahmen einen undefinierbaren Glanz an. "Frohe Weihnachten", flüsterte sie und steckte ihre leere Flasche in ihre Tasche, während sie langsam ihren Rücken zum Haus kehrte und ihren Weg fortsetzte.







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